NRW-Soforthilfeprogramm 2020 Corona startet am Freitag, 27.03.2020, voraussichtlich um 12:00 Uhr

Artikel als PDF herunterladen und später in Ruhe weiterlesen.

Die Landesregierung NRW hat am 24.03.2020 das NRW-Soforthilfeprogramm 2020 Corona beschlossen. Gefördert werden kleine und mittlere Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen sowie Solo-Selbständige und Freiberufler. Wie jetzt bekannt gegeben wurde, startet das digitale Antragsverfahren am Freitag, 27.03.2020, voraussichtlich um 12:00 Uhr. Die Anträge sollen von den Bezirksregierungen auch am Wochenende bearbeitet werden.

Das Soforthilfeprogramm Corona des Bundes sieht für Kleinunternehmen direkte Zuschüsse in Höhe von 9.000 Euro bzw. 15.000 Euro vor. Die Landesregierung stockt das Programm noch einmal auf und unterstützt über die NRW-Soforthilfe 2020 Unternehmen mit zehn bis 50 Beschäftigten mit 25.000 Euro.

Kleinunternehmen, Angehörige der Freien Berufe, Gründern und Solo-Selbstständigen wird folgende Unterstützung zur Vermeidung von finanziellen Engpässen in den folgenden drei Monaten gewährt:

  • 9.000 Euro: bis zu fünf Beschäftigte (Bundesmittel),
  • 15.000 Euro: bis zu zehn Beschäftigte (Bundesmittel),
  • 25.000 Euro: bis zu fünfzig Beschäftigte (Landesmittel).

Die Soforthilfe erfolgt als einmaliger, nicht rückzahlbarer Zuschuss.

Zu den Fördervoraussetzungen hat das NRW-Wirtschaftsministerium Folgendes bekannt gegeben:

Die Unternehmen sollen bei der Sicherung ihrer wirtschaftlichen Existenz und Überbrückung von akuten Finanzierungsengpässe, u.a. für laufende Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten u.ä., sowie dem Erhalt von Arbeitsplätzen durch einen Zuschuss unterstützt werden. (Zur Reduzierung von Personalkosten gibt es das Kurzarbeitergeld)

Voraussetzung: erhebliche Finanzierungsengpässe und wirtschaftliche Schwierigkeiten in Folge von Corona. Dies wird angenommen, wenn

  • sich für den Monat, in dem der Antrag gestellt wird, ein Umsatz- bzw. Honorarrückgang von mindestens 50 Prozent verglichen mit dem durchschnittlichen monatlichen Umsatz (bezogen auf den aktuellen und die zwei vorangegangenen Monate) im Vorjahr ergibt. Rechenbeispiel: Durchschnittlicher Umsatz Januar bis März 2019: 10.000 Euro, aktueller Umsatz März 2020: 5.000 Euro

oder

  • der Betrieb auf behördliche Anordnung wegen der Corona-Krise geschlossen wurde

oder

  • die vorhandenen Mittel nicht ausreichen, um die kurzfristigen Verbindlichkeiten des Unternehmens (bspw. Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten) zu zahlen (= Finanzierungsengpass).

Die Soforthilfe gilt für Antragsteller, die zum Stichtag 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten waren, aber danach in Folge des Ausbruchs von COVID-19 Schwierigkeiten hatten oder in Schwierigkeiten geraten sind.

Anträge können ausschließlich digital gestellt werden. Die Bearbeitung erfolgt nach Eingangsdatum.

Der Link, unter dem die Anträge gestellt werden können, wird am Freitag auf folgender Internetseite bekannt gegebenen:

https://www.wirtschaft.nrw/coronavirus-informationen-ansprechpartner

Weitere Informationen, etwa zu den einzureichenden Unterlagen, können unter Folgenden Links abgerufen werden:

https://www.wirtschaft.nrw/nrw-soforthilfe-2020

https://www.wirtschaft.nrw/pressemitteilung/nrw-soforthilfe-2020-fuer-kleinbetriebe-freiberufler-und-solo-selbststaendige

https://opal.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMV17-3185.pdf

Dort finden sich auch Hinweise und Informationen zu weiteren Fördermöglichkeiten wegen der Corona-Krise.

Bei Fragen unterstützen wir Sie gerne!

Ansprechpartner

Dr. Andreas Schröder

Insolvenzen und Sanierungen, Wirtschaft und Finanzen

Janosch Neumann

Öffentliches Recht und Vergabe, Bauen und Immobilien